FAMILIENGESCHICHTEN NIEDERLÄNDISCHER SOLDATEN 1939–1940

Nach den Maitagen des Jahres 1940 verschwanden die Geschichten niederländischer Soldaten schnell in Vergessenheit. Die meisten Wehrpflichtigen sprachen nie über ihre Erlebnisse. Seit der Errichtung des Besucherzentrums an der Grebbe-Linie bringen Familien ihre Tagebücher, Fotoalben und Erinnerungsstücke mit und erforschen die Kriegsgeschichte ihres Vaters, Onkels oder Großvaters.

Obere Anzeigplatte

In der oberen Vitrine ist ein Säbel ausgestellt, der im Wohnzimmer der Witwe von Hauptmann Dirk Sluis hing. Er fiel zwischen Veenendaal und Rhenen, als er den Rückzug der niederländischen Armee deckte. Viele Einträge aus den Kriegstagebüchern von Soldaten sind erhalten geblieben. Wehrpflichtiger Reiter diente in einer Panzerabwehreinheit.

Mittlere Anzeigplatte

In der mittleren Vitrine sind die persönlichen Gegenstände des Regimentsarztes Hauptmann Kluijver zu sehen. Er trug während der Kämpfe seine Rotkreuz-Armbinde. Sein Tagebuch enthält ein Foto von Hauptmann Sluis’ Feldgrab, das er am Straßenrand fand.

Untere Anzeigplatte

Auf der Bodenplatte liegt das Notizbuch eines Feldgeistlichen der Grebbe-Linie. Jede Seite enthält Aufzeichnungen von Soldaten, die sich bei den Geistlichen meldeten. Ebenfalls gefunden wurden eine Gedenktafel des Militärheims und eine kleine Bibel, die an protestantische Soldaten ausgegeben wurde.