EIN VERGESSENER KRIEG

Die niederländische Armee kämpfte im Mai 1940 fünf Tage lang. Heimkehrende Soldaten sprachen kaum mit ihren Familien darüber. Tagebücher wurden auf den Dachboden aufbewahrt und oft vergessen. Nach dem Krieg nahmen die Schulen nur noch die Besatzung und die Befreiung in den Lehrplan auf. Jetzt, nach mehr als 85 Jahren, werden die Geschichten von 1940 dank der Recherche in Zusammenarbeit mit den Familien lebendig.

Obere Anzeigeplatte

Auf der oberen Ausstellungsplatte befinden sich eine Taschenlampe und zwei Laternen, die Sergeant Van Atten im Werk aan de Engelaar in Renswoude verwendete. Das Fotoheft, das Mobilmachungskriegskreuz, die Gedenktafel, das Kriegstaschenbuch und das Typenschild gehören dem Ordonnanz Gerard Lauck, der in der 22. Panzerverteidigungskompanie diente. Das Modell zeigt eine Kasematte für ein leichtes Maschinengewehr und den einzigen niederländischen Panzer (Renault FT), der an Tests auf der Asschatterkeerkade bei Leusden teilnahm.

Mittlere Anzeigeplatte

Links auf der zweiten Ausstellungstafel ist ein Modell eines Landsverk-Panzerwagens zu sehen, der am 11. Mai 1940 vor dem Fort aan de Buursteeg auf die Panzersperre stieß. Im Jahr 1940 verfügte die niederländische Armee über etwa 32 moderne Panzerwagen. Rechts ist ein eislaufender Soldat zu sehen. Im Winter 1939/40 führte die Armee Schlittschuhübungen im Asschatterkom bei Leusden durch.

Untere Anzeigeplatte

Auf der Bodenplatte befindet sich ein niederländischer M27-Helm, der 1940 getragen wurde, und eine Pionierschaufel, die zum Bau von Gräben verwendet wurde. Die Rekonstruktionsfliese mit Löwe stammt von einem abgerissenen Rekonstruktionsbauernhof am Nieuweweg-Noord in Veenendaal.